Sicherheit in Südafrika, unterwegs auf der Garden Route - meine persönlichen Erfahrungen
- Lisa Ulmer

- 9. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Kaum ein Thema kommt so zuverlässig auf wie dieses, wenn man über Südafrika spricht:
Sicherheit. Oft noch bevor es um Landschaft, Routen oder Natur geht.
Und ich verstehe das. Südafrika hat ein Image, das viele Fragen aufwirft – und auch ich habe mir vor meiner ersten Reise Gedanken gemacht. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass die Realität, gerade auf der Garden Route, eine sehr viel ruhigere ist, als viele erwarten.
Was mich auf der Garden Route fast am meisten überrascht hat, war dieses Gefühl von Freiheit. Mit dem Auto unterwegs zu sein, spontan anzuhalten, sich tagsüber ganz selbstverständlich zu bewegen – ohne ständig wachsam sein zu müssen.
Die Garden Route habe ich als offen, entspannt und sehr gut bereisbar erlebt. Gerade tagsüber fühlt sich das Reisen dort ruhig und unaufgeregt an – fast selbstverständlich.
Das heißt nicht, dass man unachtsam sein sollte. Aber es heißt, dass Angst hier kein ständiger Begleiter sein muss.
Gleichzeitig gehört zur Ehrlichkeit auch dazu: Südafrika ist ein Land mit sehr unterschiedlichen Regionen und Realitäten.
Es gibt Gegenden, in denen politische Spannungen, soziale Ungleichheit und Kriminalität präsenter sind. Diese Themen existieren – und sie sollten nicht ausgeblendet werden.
Was mir wichtig ist: Die Garden Route ist davon in der Regel nicht vergleichbar betroffen. Sie ist touristisch gut erschlossen, weitläufig, naturgeprägt – und fühlt sich entsprechend sicher an.
Ein paar Dinge habe ich ganz intuitiv beachtet:
Nachts eher keine langen Spaziergänge oder Autofahrten
Das Auto immer abgeschlossen
Kein Gepäck sichtbar im Wagen gelassen
Nicht aus Nervosität – sondern aus Respekt vor dem Land und seinen Gegebenheiten.
Kleine Gewohnheiten die einem die Angst nehmen:
Mit der Zeit schleichen sich kleine Routinen ein, die ganz natürlich werden:
Wertgegenstände nicht offen zeigen
Schmuck eher zurückhaltend tragen
Das Handy nicht ständig offen in der Hand halten
Nicht, weil man muss – sondern weil es sich einfach richtig anfühlt.
Auch an Kreuzungen habe ich es mir angewöhnt, die Fenster geschlossen zu lassen und mich nicht auf Gespräche mit Fremden einzulassen.
In den Unterkünften selbst habe ich mich sehr sicher gefühlt. Gerade dort, wo Alarmanlagen oder Sicherheitssysteme vorhanden waren, habe ich diese selbstverständlich genutzt.
Wenn ich abends unterwegs war oder die Unterkunft verlassen habe, habe ich darauf geachtet:
Türen und Fenster zu schließen
vorhandene Sicherungen zu aktivieren
manchmal ein kleines Licht brennen zu lassen
Nicht aus Angst – sondern um ein gutes Gefühl zu behalten.
Sicherheit auf der Garden Route bedeutet für mich nicht, ständig wachsam zu sein.
Es bedeutet, achtsam zu sein.Nicht alles auszublenden, aber auch nichts zu dramatisieren. Sich frei zu bewegen – und gleichzeitig respektvoll mit der Umgebung umzugehen.
Genau diese Balance habe ich dort als sehr angenehm empfunden.
Mein Fazit
Die Garden Route habe ich als eine Region erlebt, in der man sich gut und frei bewegen kann – besonders, wenn man mit gesundem Menschenverstand reist.
Wer tagsüber unterwegs ist, aufmerksam bleibt und einfache Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt, kann diese Route sehr entspannt genießen. Für mich stand das Gefühl von Weite, Natur und Freiheit immer im Vordergrund – nicht die Sorge.
Und vielleicht ist genau das das schönste Zeichen dafür, wie sicher sich diese Reise tatsächlich anfühlen kann.



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