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Vor der Reise nach Südafrika - meine persönlichen Vorbereitungen und Checkliste, eine Art Travel Guide

  • Autorenbild: Lisa Ulmer
    Lisa Ulmer
  • 10. Feb.
  • 4 Min. Lesezeit

Bevor ich nach Südafrika reise, setze ich mich nicht hin und schreibe eine klassische To-do-Liste. Ich mache mir eher einen kleinen, persönlichen Travel Guide, für mich selbst.

Eine Übersicht, die mir Ruhe und ein klein wenig Kontrolle gibt.


Ganz am Anfang erstelle ich mir immer eine einfache Übersicht für die Reise.

Keine ausgefeilte Excel-Tabelle, sondern etwas, das mir Orientierung gibt und dazu auch noch die Vorfreude steigen lässt.


Ich halte fest:

  • in welchem Zeitraum ich unterwegs bin

  • in welchen Regionen ich ungefähr sein werde

  • welche Unterkünfte bereits gebucht sind, oder vielleicht spontan vor Ort gebucht werden (ja, das geht prima)

  • die konkreten Adressen der Unterkünfte (wichtig für Selbstfahrer)


Dazu kommt eine grobe Kostenübersicht. Nicht, um jeden Rand zu zählen – sondern um ein Gefühl für das Budget zu haben.


Allein diese Übersicht bzw. dieser Travel Guide gibt mir vor der Reise ein unfassbar gutes Gefühl. Wenn ich weiß, wo ich ungefähr bin, kann ich vor Ort viel entspannter spontan sein.


Ein Punkt, der mir wichtig ist, weil ihn viele unterschätzen: der Reisepass.


Für Südafrika gilt: Der Reisepass muss mindestens 30 Tage über das geplante Ausreisedatum gültig sein und mindestens noch zwei freie Seiten haben. Ist das nicht der Fall, kann die Einreise verweigert werden.


Bei Reisen mit Kindern ist es noch etwas sensibler. Hier wird bei der Einreise teilweise auch eine Geburtsurkunde verlangt – etwas, das viele nicht wissen.


Wenn diese Dinge geklärt sind, lasse ich die Thematik Einreise gedanklich komplett los.


Was ich vorab zudem immer kläre: das Thema Finanzen.


Eine Kreditkarte mit ausreichend Deckung ist essenziell, vor allem wegen der Kautionen für Mietwagen (ca. 300 € bis 1.000 € je nach Fahrzeug). Zusätzlich zahle ich vor Ort mittlerweile fast alles mit Debitkarte – das funktioniert in Südafrika erstaunlich problemlos.


Kartenzahlung ist absoluter Alltag: Tankstellen, Cafés, Restaurants, kleine Shops – fast überall möglich. Bargeld habe ich nur wenig dabei: für Trinkgeld oder kleine Beträge, bei denen ich nicht extra die Karte zücken möchte.


Ein kurzer Blick auf den Wechselkurs vor der Reise hilft, ein Gefühl für Preise zu bekommen – mehr brauche ich nicht.


Wer in Südafrika selbst fährt, sollte ein paar Dinge wissen.

Ein internationaler Führerschein wird oft verlangt, besonders bei Mietwagenfirmen.

Und ja: Es herrscht Linksverkehr. Das Lenkrad ist auf der rechten Seite, geschaltet wird mit links. Das klingt im ersten Moment ungewohnt – ist aber nach ein, zwei Tagen erstaunlich selbstverständlich.


Wenn man sich unsicher fühlt, empfehle ich ganz klar einen Automatik. Nicht aus Angst, sondern aus Komfort. Reisen soll sich leicht anfühlen. Auch ist es sinnvoller auf den Sportwagen zu verzichten und eher ein höheres Fahrzeug zu mieten - die Strassen in Südafrika sind oft tückisch und mit höheren Fahrzeugen ist man hier eindeutig gelassener und auch mal offroad unterwegs. Den Sportwagen (wie die berühmte Cobra) kann man sich optimal in den Städten wie Kapstadt ausleihen, um an der Küste in den Sonnenuntergang zu fahren.


Ein kleiner, aber wichtiger Punkt: Offline-Karten.

Ich lade mir vor der Reise Google Maps offline herunter. So habe ich immer Navigation – auch ohne Internet.


Vor Ort kann man sich für rund 20 Euro SIM-Karten mit 5–10 GB für 30 Tage kaufen. Gleichzeitig gibt es in Südafrika fast überall kostenloses WLAN: an Raststätten, in Cafés, Restaurants und Unterkünften. Man ist also erreichbar – ohne ständig online sein zu müssen.


Was Ausflüge und Aktivitäten angeht, habe ich mir über die Zeit eine ganz eigene Haltung angewöhnt. Natürlich lassen sich Touren, Tickets und Routen heute bequem im Voraus über offizielle Plattformen buchen – und das ist auch völlig legitim.


Ich persönlich entscheide mich aber oft bewusst dafür, vieles erst vor Ort zu organisieren.

Der Grund dafür ist simpel: Vor Ort ist man näher dran. An den Menschen. An den Geschichten. An dem, was eine Region wirklich ausmacht.


Ich frage gerne direkt bei den Unterkünften nach, bei Gastgebern, die dort leben und arbeiten, oder bei Locals, die ihre Gegend kennen. Oft entstehen daraus Empfehlungen, die man online so nicht findet – persönlicher, authentischer und manchmal sogar günstiger.

Gleichzeitig fühlt es sich für mich stimmig an, lokale Anbieter zu unterstützen und Erlebnisse zu wählen, die aus der Region heraus entstehen – statt sie nur von aussen zu konsumieren.

Das nimmt nichts an Sicherheit, aber oft sehr viel an Austausch hinzu.


Gesundheit und Malariasituation - ein persönlicher Gedanke zur Kruger Region:


Wenn eine Reise auch in die Kruger-Region oder angrenzende Gebiete führt, kommt oft das Thema Malaria auf. Viele Reisende entscheiden sich dafür, ein Malaria-Medikament mitzunehmen oder sogar präventiv einzunehmen. Für manche ist das ein wichtiger Teil der Vorbereitung.


Ich persönlich habe bisher darauf verzichtet. Zum einen, weil die medizinische Versorgung vor Ort sehr gut ist, und zum anderen, weil die Menschen vor Ort mit diesen Themen sehr vertraut sind und entsprechend reagieren können. Trotzdem halte ich es für wichtig, sich vor der Reise bewusst mit diesem Thema auseinanderzusetzen und auch Impfungen zu prüfen, oder aufzufrischen. Nicht, um sich Sorgen zu machen – sondern um eine informierte, individuelle Entscheidung zu treffen, die sich für einen selbst richtig anfühlt. Das ist kein medizinischer Rat, sondern lediglich meine persönliche Erfahrung. Jede Reise ist anders – und jeder Mensch auch.


Das Thema Packliste und Kleidung verdient für mich einen eigenen Raum. Südafrika ist vielseitig – klimatisch, landschaftlich und kulturell – und genau das spiegelt sich auch im Packen wider.


Was ich einpacke, hängt stark davon ab, wo ich unterwegs bin, wie ich reise und was mir persönlich wichtig ist. Deshalb habe ich mich bewusst dafür entschieden, diesem Thema einen eigenen Blogbeitrag zu widmen – mit mehr Tiefe, mehr Kontext und ganz ohne Standardlisten. Dort teile ich, was sich für mich bewährt hat, worauf ich verzichten würde und warum weniger oft mehr ist.


Südafrika ist kein Land, das man einfach „abarbeitet“. Und genau das ist für viele Europäer – gerade für Deutsche und Schweizer – erst einmal ungewohnt.


Hier läuft nicht alles nach Plan. Dinge dauern. Antworten kommen später. Entscheidungen werden ruhiger getroffen. Für mich ist das kein Nachteil, sondern Teil der Reise. Aber man muss bereit sein, diese Gelassenheit anzunehmen. Wer versucht, alles mit europäischer Strenge zu kontrollieren, wird schnell unruhig – und verpasst das eigentliche Gefühl des Landes. Weniger Erwartung bedeutet hier fast immer mehr Erlebnis.


Wenn du dir meine persönliche Checkliste herunterladen möchtest, dann findest du sie hier:



Plettenberg Bay Robberg
Blick auf die Küste vor dem Landeanflug auf George

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Lisa Ulmer
Über mich

Mit African Insights möchte ich, Lisa Ulmer, meine  Begeisterung für Südafrika teilen und gleichzeitig meine langjährige berufliche Erfahrung in der Immobilienwelt mit meiner Liebe zu Reisen, authentischen Begegnungen und Wildnis verbinden. Begleite mich bei meinem Hauskauf in Südafrika und schaue dir einiges ab. 

 

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